LCI Jährlicher Strategie-Rückblick – 2019

Überblick

2019 war ein insgesamt risikofreudiges Jahr und jede LCI-Strategie verzeichnete einen zweistelligen oder hohen einstelligen Gewinn. Aktien waren der dominierende Motor — US- und europäische Large Caps führten, mit dem S&P-500-Komplex und Euro-Stoxx-Titeln unter den stärksten Einzelpositionen — während Kredite (Unternehmensanleihen, High Yield, EM-Anleihen) ein stetiges zweites Standbein lieferten, als sich die Spreads verengten und die Zinsen fielen. Das Gold- und Sachwert-Overlay in den SE-Sleeves trug ein weiteres Renditebein bei. Staatsanleihen waren der einzige beständige Bremsfaktor und trugen ungefähr neutral bis leicht negativ bei. Die Währung erzählte die Geschichte zweier Referenzwährungen: EUR-Sleeves profitierten von einem USD-Rückenwind, CHF-Sleeves gaben der Frankenstärke ~40–70 Bp ab, und USD-Sleeves waren weitgehend währungsneutral.

Performance - 2019

Semi-passiv (S)  |  Aktiv verstärkt (SE)

Semi-passiv (S) Aktiv verstärkt (SE)
Strategie12Mvs Benchm.p.a. (Aufl.)vs Benchm. (Aufl.) Strategie12Mvs Benchm.p.a. (Aufl.)vs Benchm. (Aufl.)
LCI Yield CHF S +9,1 % +0,4 % +3,6 % +1,5 % LCI Yield CHF SE +10,6 % +1,8 % +4,5 % +2,3 %
LCI Balanced CHF S +14,2 % +2,7 % +5,5 % +3,0 % LCI Balanced CHF SE +14,7 % +3,2 % +6,0 % +3,5 %
LCI Growth CHF S +19,4 % +3,6 % +7,4 % +2,9 % LCI Growth CHF SE +18,8 % +3,1 % +7,5 % +3,1 %
LCI Yield EUR S +12,2 % +3,2 % +4,2 % +1,6 % LCI Yield EUR SE +12,8 % +3,8 % +4,9 % +2,3 %
LCI Balanced EUR S +17,5 % +5,4 % +6,0 % +3,5 % LCI Balanced EUR SE +17,0 % +4,9 % +6,4 % +3,8 %
LCI Growth EUR S +23,0 % +7,7 % +7,9 % +3,2 % LCI Growth EUR SE +21,5 % +6,2 % +7,9 % +3,2 %
LCI Yield USD S +14,7 % +2,2 % +6,3 % +1,3 % LCI Yield USD SE +14,8 % +2,3 % +6,9 % +1,9 %
LCI Balanced USD S +18,8 % +4,0 % +8,0 % +3,0 % LCI Balanced USD SE +18,1 % +3,3 % +8,3 % +3,3 %
LCI Growth USD S +22,8 % +4,1 % +9,6 % +2,0 % LCI Growth USD SE +21,3 % +2,6 % +9,6 % +2,0 %

Renditen in Referenzwährung; Aufl. = seit Auflegung (annualisiert). Positive Zahlen grün, negative rot. Quelle: La Côte Invest.

Polster seit Auflegung

Vier volle Jahre nach dem Start (seit Januar 2016) liegt jede Strategie auf annualisierter Basis komfortabel vor ihrer Benchmark. Der annualisierte Vorsprung seit Auflegung reicht von rund +1.3% p.a. (Yield USD S) bis +3.8% p.a. (Balanced EUR SE), wobei der SE-Sleeve (aktiv verstärkt) in jeder Familie vor seinem S-Pendant (semi-passiv) liegt. Die annualisierten Renditen seit Auflegung spannen sich von +3.6% p.a. (Yield CHF S) bis +9.6% p.a. (Growth USD). Das Polster ist in den Balanced-Sleeves am breitesten und im USD-Yield-Paar am schmalsten, wo die Benchmark selbst stark abschnitt.

Beste und schlechteste Beitragende

(Auf Subanlageklassen-Ebene, Richtung über die Strategien gemittelt; der Beitrag variiert stark je nach Sleeve — Zahlen weggelassen, da Beitrag = Gewicht x Rendite und von den aktienlastigen Growth-Sleeves dominiert wird.)

  • Beste Beitragende: Nordamerikanische Aktien waren in praktisch jeder Strategie der größte Einzelbeitrag, gefolgt von Eurozonen-Aktien; in den SE-Sleeves zählte Gold beständig zu den Top drei. Asien-Pazifik-Aktien, Schweizer Aktien sowie die Unternehmens-/High-Yield-Kreditblöcke waren auf breiter Front verlässlich additiv.

  • Schlechteste Beitragende: Nichts war 2019 ein nennenswerter Belaster — selbst die schwächsten Subanlageklassen waren nur marginal negativ oder neutral. Staatsanleihen waren die schwächste Linie und trugen in den CHF-Sleeves ungefähr neutral bis leicht negativ bei, und kurzlaufende Schweizer und EUR-Staatspapiere waren der einzige Ort, an dem das Jahr ein paar Basispunkte kostete.

Beste und schlechteste Performer

  • Beste Performer: US- und Schweizer Aktien-ETFs führten — Xtrackers MSCI USA (+35.0%), UBS MSCI Switzerland 20/35 (+34.6%) und iShares Core S&P 500 (+33.7%) führten das gehaltene Buch an, mit iShares MSCI Canada (+29.6%) und Euro Stoxx 50 (+29.5%) knapp dahinter.

  • Schlechteste Performer: In einem Jahr, in dem fast alles stieg, waren die «schlechtesten» Linien einfach die defensiven Positionen mit der geringsten Rendite — kurzlaufende Schweizer inländische Staatsanleihen (-0.6%) und Anleihen nachhaltiger Entwicklungsbanken (-0.4%) — und keine echten Verlierer. (Nullgewichtige Platzhalterlinien und jede Rendite unter -35% wurden als Fehldrucke ausgeschlossen; keine waren in diesem Jahr vorhanden.)

Währungseffekt

CHF-Sleeves: Die Frankenstärke war ein Gegenwind und kostete rund -0.4% bis -0.7%, hauptsächlich bedingt durch ungesichertes USD- (~-0.3% bis -0.4%) und EUR-Exposure. EUR-Sleeves: Die Euroschwäche war ein Rückenwind von rund +0.8% bis +1.6%, fast vollständig aus USD-denominierten Positionen. USD-Sleeves: weitgehend währungsneutral (innerhalb von +/-0.1%), mit einem kleinen EUR-Bremsfaktor, der durch geringfügige JPY/CHF/GBP-Gewinne ausgeglichen wurde.

Portfolioänderungen

Die sichtbarste Rotation erfolgte zu Beginn des Zeitfensters (Januar 2019), als die Modelle aus breiten Global-Equity-Platzhaltern in spezifische regionale Sleeves wechselten — unter Hinzunahme von Asien-Pazifik-, lateinamerikanischem und sonstigem regionalem Aktienexposure — bei insgesamt weitgehend stabilem Aktiengewicht. Innerhalb der festverzinslichen Anlagen blieben die Allokationen nahe am Ziel, mit nur geringfügigem Rebalancing über die Blöcke Unternehmen, High Yield und Staat. Die semi-passiven S-Sleeves verzeichneten im Jahresverlauf kaum bis gar keine Veränderung.

Redaktionelle Anmerkung

2019 war ein ungewöhnlich freundliches Regime: Aktien und Anleihen stiegen gemeinsam, als die Zentralbanken auf einen lockeren Kurs schwenkten, sodass die Hauptaufgabe darin bestand, investiert zu bleiben und das Aktienübergewicht wirken zu lassen. Die aktiv verstärkten SE-Sleeves rechtfertigten ihren Wert durch das Gold- und Sachwert-Overlay sowie eine feinere regionale Aktienauswahl und schlugen ihre semi-passiven Pendants in jeder Familie. Die wichtigste Mahnung für das Protokoll ist, wie wenig der defensive Anleihenkern beitrug — eine Erinnerung daran, dass das Polster seit Auflegung in Jahren wie diesem aufgebaut wurde und dass das nächste Regime kaum so großzügig ausfallen dürfte.

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